Posthuman Saga Kickstarter Edition

Nehmt Platz und lasst uns die erste von vielen Geschichten erzählen. Ein ordentlicher Schluck aus dem Humpen sollte den Geist befreien und die Augen schärfen.

Publisher: Mighty Boards; www.mighty-boards.com
Design: Gordon Calleja
Artist: Mark Casha & Arjuna Susini
Spieler: 1-4
Dauer: 30-120min
BGG: https://boardgamegeek.com/boardgame/244820/posthuman-saga

Setting

Das Game unterliegt dem Posthumanuniversum. Postapokalyptische Szenarien, bestehend aus Mutanten, in einer Zivilisation die sich mit allen Kräften versucht zu retten. Die „Festung“ ist die letzte Bastion der Menschheit und du bist ein Teil davon. Mithilfe von unterschiedlichsten Charakteren und deren Fähigkeiten sowie Ausrüstung, versucht ihr euch gegen die Welt da draußen zu beweisen. Es gilt Aufträge und Missionen zu erfüllen, über Schicksale zu entscheiden sowie Geschichten zu erleben.

Komponenten

Ich erspare mir eine Komponentenliste und gehe gleich auf die Qualität einzelner Bestandteile ein.

Brett: gute Stärke/Dicke, Übersichtlich, Leicht zu falten ohne Angst zu haben
Regelwerk & Story Encounter: Verständlich geschrieben, gut gegliedert, Storys stimmig
Karten: An der Kartenqualität ansich darf man nicht meckern, aber das Format, bezogen auf die Sleeves, könnte ein wenig tricky werden. Für die kleinen Karten sind die bekannten Sleeves entweder zu groß oder zu klein. Eher ungeschickt gewählt aus meiner Sicht.
Würfel: Ausgezeichnete Symbolik sowie Haptik; Würfel müssen sich auch gut anfüllen und anhören wenn sie fallen 🙂
Tokens: viele, sehr sehr viele 🙂 Deluxe-Komponenten tauschen einen Teil des bestehenden Materials aus und werten das ganze Game nochmals richtig auf.
Illustration: Arunja Susini & Mark Casha legen bestens dar wie man eine Postapokalypse zu Papier bringt. Sehr stimmiger und passender Zeichenstil.

Regelwerk & Setup

Der Beitrag bezieht sich auf den regulären Spielmodus.
Das Regelwerk ist sehr verständlich geschrieben in einem angenehemen Stil formuliert. Es begleitet einen vorab über ein doch etwas intensiveres Setup bis hin zum tatsächlichen Teil von Aktionen und Mechaniken. Es gibt kaum Situationen und Fragen die ein erschwertes komplexes Suchen erforderten. Die unterschiedlichen Spielmodi werden am Schluss aufgelistet und erklärt. Ein schnelles Setup wird sicherlich möglich, wenn erfahrene Brettspieler dabei sind, oder es zumindest eine der Anwesenden das Spiel schon mal gespielt hat. Aufgrund der Vielzahl an Tokens, deren Positionierungen und Bedeutungen braucht es schon ein wenig Zeit bis es losgehen kann. Ein Aufbau, mit einem kleinen Tutorial für Neulinge in Reihenfolge der Anleitung, ist sicherlich ein guter Weg um das Gameplay zu gewährleisten. Zusammengefasst kann man aber auch vorrausschicken, dass es durchaus komplexere und aufwendigere Setups bei Brettspielen gibt. Die Lernkurve, für einen dynamischen Spielflow, geht rasch nach oben nach den ersten Runden.

Gameplay Shortcut

Das Spiel erfolgt in drei Phasen
Morningphase
– Essen ist Pflicht sonst wirds ernst 😉
– Storyencounter (Spielerbezogen) oder Bieten auf ausliegende Landschaftsteile & Ressourcen oder Eventkarte vorlesen
Dayphase
– Aktionswahl erfolgt geheim mit Karten
– Aktionen sind Forage, Camp, Map, Trek um mit der Welt zu interagieren
– Aktionsphasen der Spieler; Einige Aktionen können gleichzeitig durchgeführt werden um Zeit zu sparen
Nightphase
– Skills lernen und XP ausgeben
– Landschaftsteile & Ressourcen erneuern

Ziel: Wer am Ende die meisten Victory Points hat gewinnt. Gespielt wird (Falls alle Überleben ;)) bis zur Runde 16.

Ein letzter Gedanke

Hightlight/Hotspot: Encounterbook mit vielen Geschichten und Entscheidungen

Wenn man ein Fan von Stalker (oder ähnlichem) ist dürfte es eigentlich kein Nein geben. Mit passender Tavernenmusik und Spelunkenklapperei sollte ordentlich Stimmung aufkommen um diese Welt voller Mutationen und Gefahren zu über-/erleben.

Positives: Spielmaterial ist sehr hochwertig, Steile Lernkurve bereits im ersten Spiel, Wenig Downtime da gewisse Aktionen gleichzeitig durchgeführt werden

Negatives: Kartenformat sollte in entsprechender Sleevegröße vorhanden sein. Gesleevte Karten passen nicht mehr ins Inlay.

Als den hoffe ich, dass ihr an der heutigen Geschichte gefallen gefunden habt. Gern seit ihr erneut gesehen in meiner Spelunke zu einem Umtrunk und Schwätzerein jeglicher Art.

Alea iacta est
Euer Roman

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