Room 25

Bleibt doch stehen … ja Ihr … setzt Euch und lasst mich Euch eine Geschichte erzählen … Eine Geschichte von der Zukunft … und von guten und bösen Menschen …

Publisher: https://www.matagot.com/
Design: François Rouzé
Artist: Daniel Balage & Camille Durand-Kriegel
Spieler: 1-6
Dauer: ca. 30-60min BGG: https://www.boardgamegeek.com/boardgame/127024/room-25

Hintergrund und Motiv

Das Setting ist einfach erklärt: Die Spieler sind Kandidaten/Gefangene einer in der Zukunft angesiedelten TV-Reality-Show mit dem Namen „Room 25“ und befinden sich in der Mitte eines Komplexes aus dem es zu entkommen gilt. Dies wird einerseits durch die begrenzte Zeit (Runden), fiesen Fallen und, je nach Spielmodus, durch ein Verräterelement (je nach Spielmodus haben ein oder mehrere Spieler die Rollen von Wächter, welche die übrigen Spieler daran hintern den Komplex zu verlassen) erschwert. Leicht findet man hier Parallelen zu einem 1997 veröffentlichen Science-Fiction-/Horrorfilm mit dem treffenden Namen „Cube“ bzw. dem Roman von Richard Bachman (Pseudonym von Stephen King) „Menschenjagd“, welcher wiederum als grobe Vorlage für den Schwarzeneggerfilm „Running Man“ diente. Auf ein Unboxing im Sinne einer Komponentenauflistung wird verzichtet und lediglich eine Beschreibung des Setups, des Spielablaufes und ein kleines Fazit ausgeführt.

Setup

Der Aufbau wird in der beiliegenden Beschreibung gut erklärt und ist auch, unabhängig von der Spieleranzahl oder dem Modus, immer gleich, was einen schnellen Aufbau erlaubt. Auf den letzten Seiten der Anleitung findet sich neben einer Übersicht aller Räume und deren Effekte eine Anleitung zu den benötigten Räumen für den gewünschten Modus. Aus den Raumplättchen werden der „Zentralraum“ und der „Exit-Raum“ herausgesucht. Der „Zentralraum“ wird in die Mitte des Spielfeldes gelegt, welches auch das Startfeld für alle Spieler ist, während der „Exit-Raum“ vorerst beiseitegelegt wird. Die übrigen Räume werden gemischt und um den „Zentralraum“ soweit angelegt, dass einerseits ein 5 x 5 – Räume-Raster entsteht und vorerst die 4 Eckräume und deren orthogonale Nachbarräume frei bleiben. Anschließend wird der „Exit-Raum“ mit den verbleibenden Räumen gemischt und die freigelassenen Raumfelder in den Ecken aufgefüllt. Die Spieler selbst erhalten je eine genretypische Spielfigur und dazugehörige Aktionsmarker, Rundenmarker und eine Charaktertafel. Je nach Spielmodus wird jedem Spieler ein Rollenmarker („Spieler“ oder „Wächter“) geheim ausgeteilt.

Gameplay & Mechanik

Das Spiel selbst hat eine dem Modus vorgegebene Rundenanzahl. Jede Runde ist in 3 Phasen (Planung, Aktion, Countdown) unterteilt, welche sich solange wiederholen bis eine der Siegbedingungen eintritt.

In der Planungsphase wählt jeder Spieler geheim 2 seiner 4 Aktionsplättchen und legt diese auf die vorgesehenen Felder seiner Charktertafel (Aktion 1 und Aktion 2). Die zur Verfügung stehenden Aktionen sind:

sehen = einen angrenzenden (orthogonalen) Raum geheim ansehen;
gehen = in einen angrenzenden (orthogonalen) Raum gehen und die Wirkungen des Raums abhandeln;
stoßen = eine Person, welche sich im gleichen Raum befindet in einen angrenzenden und
lenken = die waagrechte oder senkrechte Raumreihe, in der sich der aktive Spieler befindet kann in eine beliebige Richtung bewegt werden (Ausnahme sind die Achsen, welche den Zentralraum beinhalten).

In der Aktionsphase führt jeder Spieler, beginnend beim Startspieler dann reihum, seine 1. Aktion aus. Danach reihum die 2. Aktion womit die Runde endet.

Die Countdownphase dient zum Auffrischen der Aktionsmarker und zum Anpassen der Zugreihenfolge, indem der Spielmarker des aktiven Spielers auf der Rundenübersicht an das Ende der Zugreihe gelegt wird und somit die vorgegebene Rundenanzahl verkürzt.

Die Siegbedingungen sind je nach Modus vorgegeben.

So meine Gedanken und Meinung…

Die rezensierte Spielversion beinhaltet 4 Spielbeschreibungen (Englisch, Französisch, Deutsch, und Niederländisch) und je 2 doppelseitig bedruckten Charaktertafeln in den jeweiligen Sprachen. Die Spielbeschreibung ist gut erklärend formuliert und ausreichend bebildert.

Die Spielkomponenten sind qualitativ gut und lassen auf „ein langes Leben hoffen“. Einzig das Design der Charakter wirkt, gewollt oder nicht, ein wenig schräg (z.B. ein kleines Kind mit einem Roboterarm und psychotisch weißen Augen! – ich weiß schon – Zukunft und so – aber WTF :))

Das Spiel bietet neben einem spannenden Thema und einem schnellen Setup ein einfaches Gameplay mit relativ geringer Downtime und dauert, je nach Spieranzahl, Glück/Pech beim Aufdecken der Raumkarten und Modus, ca. eine Stunde.

Darüber hinaus bringen die Möglichkeit der geheimen Rollenverteilung und der, nicht zwingend notwendigen, aber durchaus amüsanten Möglichkeit bösartig die Mitspieler in Räume zu schubsen, witzige Elemente in das Spiel, was den einen oder anderen schon mal zu verbalen Entgleisungen hinreißen lassen kann. Gut gefallen hätte mir noch ein wenig mehr Tiefe oder Bezug zu den Charakteren mit z.B. einer kleinen Story oder spezifischen Fähigkeiten aber dies schränkt den Spielspaß in keiner Weise ein.

Alea iacta est
Euer Bernhard

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