Safehouse von Sebastian Fitzek

Ein Mord sagt Ihr?“ …. Ihr kennt den Mörder?…..Und man hat Euch gesehen?….. Lauft…. LAUFT!!!!

Sebastian Fitzek Safehouse

Publisher: moses. Verlag GmbH
Design: Marco Teubner
Artist: Jörn Stollmann
Spieler: 2-4
Dauer: 30min
BGG: https://www.boardgamegeek.com/boardgame/234877/sebastian-fitzek-safehouse

Hintergrund und Motiv

Sebastian Fitzek ist vielen ein Begriff als Autor von Psychothriller. Was liegt da nicht näher, als ein spannendes Szenario rund um einen Mord, von dem nicht viel bekannt ist außer, dass er sich „in einem Mittelklassehotel am Ende des Hafens ereignet hat und man (der/die Spieler) diesen beobachtet hat/haben. Das Problem ist dabei nur, der Täter hat diesen Umstand bemerkt! So werden die Spieler in eine spannende Verfolgungsjagd hineingezogen, um hoffentlich in das sichere Safehouse zu gelangen.

Komponenten und Setup

Das Herzstück des Spiels ist das Spielbrett, welches, wie treffend im Bezug auf Sebastian Fitzek, als Buch die Spieler durch 5 Spielpläne/Kapitel führt. Das Design des Brettes ist entsprechend düster gewählt – es soll ja auch kein Frühlingsspaziergang vermittelt werden. Die Informationen am Spielbrett selbst sind vielschichtig und kommen je nach Spielmodi bzw. Schwierigkeitsgrad zum Einsatz ohne dass es überladen wirkt.

Neben dem Brett sind 3 Arten von Karten (Kapitalkarten, Fluchtkarten, Verfolgerkarten) enthalten, welche die Spielmechaniken bzw. die Aktionen der Spieler umsetzen.

Die 25 Ermittlerchips werden in zwei von drei Schwierigkeitsstufen, nämlich für „Big Thrill“ und „Try to survive“, nicht jedoch für „Great Danger“, welches für das allererste Spiel empfohlen wird, benötigt.

Hinzu kommen eine schwarze (Verfolger) und blaue (Zeuge) Spielfigur sowie eine Sanduhr (2 Minuten), welche optional zu einer App verwendet werden kann.

Die App selbst kann mit Hilfe des am Spielbrett aufgedruckten QR-Code geladen werden und hat, neben der Stimmungsmusik und der Countdown-Übersicht, die Aufgabe, durch ein Signalhorn die Spieler daran zu erinnern den Verfolgerstein nachzuziehen. Es kann auch das Musikfile direkt unter www.moses-verlag.de/fitzek heruntergeladen werden, sofern kein QR-Scanner verfügbar ist, oder man auch „offline“ spielen möchte. Es kann natürlich auch die mitgelieferte Sanduhr benutzt werden. Geschmackssache….

Die Anleitung ist gut aufgebaut und entsprechend bebildert. Neben der eigentlichen Spielbeschreibung werden auf den hinteren Seiten eine „kleine FAQ“ und eine Zusammenfassung, der Zugmöglichkeiten des Verfolgersteins beschrieben.

Das Setup ist abhängig von der Spieleranzahl und der gewählten Schwierigkeit der Spieler.

Auf Grund der meiner Meinung nach einfachen bzw. gut erklärten Step-by-Step-Anleitung in der beiliegenden Beschreibung, werde ich nicht näher auf den Spielaufbau eingehen.

Gameplay und Mechanik

Die Aufgabe der Spieler ist es, dem Verfolger innerhalb von 30 Minuten zu entkommen bzw. gegebenenfalls zusätzlich den Fall zu lösen.

Um auf dem Spielbrett voranzukommen, müssen die Spieler

  • Aufgaben durch Auslegen von Kapitelkarten (Aufträge) und Fluchtkarten in Form von Farbencodes mit aufsteigender oder gleichbleibender Zahlenfolge, entsprechend ausgelegter Kapitelkarten, erfüllen oder
  • einmalig“ pro Kapitel einen „Spezialauftrag absolvieren. Wobei hier Fluchtkarten mit aufsteigender oder gleichbleibender Zahlenfolge, zwar ohne Berücksichtigung der Farben, jedoch nur vom betreffenden Kapitel verwendet werden dürfen.

Bei Erfüllung der Anforderungen eines Auftrags wird die Spielerfigur, die auf der Auftragskarte angeführten Felder nach vorne gezogen. Erreicht die Spielfigur das Feld „Kapitelende“ ist dieses abgeschlossen und man „blättert das Spielbrett um“ und ist somit seinem Ziel, dem Safehouse, ein gutes Stück näher gekommen.

Wird vom Nachziehstapel eine Verfolgerkarte gezogen, muss diese sofort ausgeführt (X Schritte des Verfolgersteins auf dem Spielbrett) und auf den Ablagestapel gelegt werden. Erreicht die Verfolgerfigur das Feld der Spieler endet das Spiel sofort und die Spieler sterb…. verlieren.

Ist der Nachziehstapel aufgebraucht, so wird der Ablagestapel ungemischt in der vorhandenen Reihenfolge umgedreht und als neuer Nachziehstapel verwendet.

Für die Rekonstruktion der Tat (Täter, Opfer, Motiv, Tatwaffe und Beweismittel) in den Schwierigkeitsstufen „Big Thrill“ und „Try to survive“ werden ebenfalls Fluchtkarten gespielt, wobei die Ermittlungschips auf dem Brett bei gleichen Symbolen der gespielten Fluchtkarte einfach gewendet werden, sodass am Spielende lediglich noch ein weißer Ermittlerchip in den 5 Ermittlungsbereichen sichtbar ist.

So meine Gedanken und Meinung…

Das Spiel selbst, vor allem durch den Einsatz des digitalen Features und der Musikuntermalung, ist spannend und stimmig und die Spielmechanik einfach und klar gehalten.

Damit nicht ein geruhsames Teamspiel entsteht, sonder auch jeder alleine seine Entscheidungen treffen kann, empfiehlt es sich dem Ratschlag der Beschreibung zu entsprechen und weder die Karten sich gegenseitig zu zeigen, noch die Werte und oder Symbole darauf zu verraten.

Sowohl das Thema des Spiels als auch das absichtlich düstere Design, weniger die Spielmechanik, richten sich eher an Jugendliche und Erwachsene.

Das „Spielbuch“ und die Ermittlungschips sind qualitativ sehr gut und schön umgesetzt. Die Sanduhr…. ist eine Sanduhr – mehr braucht sie auch nicht sein.

Einzig die Karten sind für meinen Geschmack ein wenig zu dünn geraten. Da dies ein zeitgesteuertes Kartenspiel ist und dabei oft „hektisch“ gespielt wird, besteht die Gefahr, dass diese in Mitleidenschaft gezogen werden. Aber diesem Umstand könnte man vielleicht durch Sleeves (die Kartengröße habe ich nicht geprüft!) Abhilfe schaffen.

Auf Grund der vorgegebenen maximalen Spiellänge kann das Spiel auch „schnell am Abend vor dem Einschlafen“ auf den Tisch kommen – es erspart in Sachen Spannung vielleicht den (all-)abendliche Fernsehkrimi.^^

Alea iacta est, Euer Bernhard

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